Alle grossen Spirituellen Wege beschreiben diesen Zeitraum , der Tibetische „Bardo“ spricht von den ersten sieben Tagen des nahen Raumes. Das Christentum kennt die sieben Tage Seelenwache. Der Spiritismus beschreibt die erste Erden Nähe. In vielen indigenen Kulturen bleibt die Seele sieben Nächte lang bei den lebenden. Diese Übereinstimmung ist kein Zufall, sie zeigt ein universelles Muster. Sieben Tage lang ist die Seele ganz nah, wach, beobachten auf der Schwelle. Was in dieser Zeit entscheidet, ist ist nicht Moral, nicht glauben, sondern ein einziges Prinzip, LOSLASSEN.
Eine Seele, die akzeptiert was geschieht, gleitet sanft weiter . Eine Seele die sich weigert, bleibt gebunden, nicht aus Strafe, sondern aus Verwirrung.
Die ersten sieben Tage sind der Übergang der Erkenntnis. Ich bin gegangen, aber ich bin nicht verschwunden. Nach den ersten sieben Tagen beginnt eine Phase die in fast allen spirituellen Traditionen auftaucht. Der vierzig Tage Zyklus. Er ist kein Zufall, ob im Christentum , im tibetischen Bardo, im Spiritismus, in Hinduistischen Texten oder sogar in alten Ägyptischen Totenschriften, überall befindet sich die Zahl , vierzig . Der Zeitraum der inneren Reinigung, der Klärung, der Vorbereitung. Es ist die Zeit, in der die Seele ihren grössten Spiegel betritt.
Diese 40 Tage , sind kein Ort, sondern ein Zustand. Die Seele ist nun frei genug, sich vom physischen Körper zu lösen, aber noch nah genug, um ihr vergangenes Leben klar Wahrzunehmen und genau hier beginnt der Lebensrückblick , nicht als Film nicht als Strafe, sondern als tiefes Mitfühlen.
Die Seele sieht jede Entscheidung, jede Berührung, jedes Wort, aber sie erlebt es aus der Perspektive der anderen . Was fühlte der Mensch, als ich Ihn verletzte ? was fühlte er als ich Ihn liebte? welche Wellen haben meine Handlungen in anderen Herzen ausgelöst? Niemand richtet, niemand zeigt mit dem Finger . Es gibt keinen Richter und keine Anklage.
Die Seele selbst erkennt, sie fühlt, sie begreift. Dieses erkennen ist die reinste Form Spiritueller Wahrheit. Verantwortung ohne Schuld, Erkenntnis ohne Verurteilung, Heilung ohne Strafe, und genau deshalb sprechen so viele Nahtoterfarende davon, dass diese Rückschau das intensivste Erlebnis Ihres Lebens war. Es ist die Begegnung mit dem eigenen Echo. Während dieses Rückblicks ist die Seele nicht allein.
Mentoren, Lichtwesen, geistige Begleiter treten auf, nicht als Wesen mit Flügel, sondern als bewusste Präsenz.
Warm, ruhig, klar.
Sie erklären nichts , sie unterstützen nur, sie helfen der Seele zu verstehen, warum bestimmte Wunden entstanden , welche Entscheidung aus Angst getroffen wurden und welche aus liebe .